Besuch der Wirtschaftsdezernentin Ute Berg

Digitales Handwerk: Tischlerei 4.0

Digitales Handwerk: Tischlerei 4.0
Wirtschaftsdezernentin Ute Berg ist begeistert von der Kombination von Tradition und Innovation. Foto: Stadt Köln

Wissenschaft und Forschung in Köln

Standortfaktor Wissen

Köln hat Tradition. Davon zeugt die über 2000-jährige Historie, aber auch die weit zurückreichende Geschichte von Wissenschaft und Forschung. Bereits ...

Medizin und Pflege

Internationale Drehscheibe der Gesundheitswirtschaft

Ein weitreichendes Angebot an medizinischen Einrichtungen auf höchstem Niveau ist in Köln zuhause: Von Forschung und Lehre über umfassende Gesundheitsservices ...

Bauwirtschaft

Aus Köln – für Köln

Köln ist eine vitale Stadt, in der viel gebaut wird. Natürlich müssen auch der Bestand und die Infrastruktur in Schuss ...

In der Tischlerei von Sebastian Bächer und Georg Bergmann in Köln-Zollstock trifft traditionelles Handwerk auf modernste Technik. Die beiden Geschäftsführer haben schon früh auf moderne und digitalisierte Arbeitsweisen gesetzt: CNC-Fräsen, 3D-Drucker, einen Kuka Industrieroboter oder Virtual Reality-Brillen findet man bei den Handwerkern genauso wie Hobel, Beitel oder Feile. Wirtschaftsdezernentin Ute Berg ist begeistert: „Eine spannende Kombination von Tradition und Innovation! Hier liegen riesige Herausforderungen und Chancen für moderne Betriebe.“

Neben dem traditionellen Werkstoff Holz werden auch viele andere Materialien eingesetzt wie Hartschaum, Kohlefaser oder Styropor. „Für das Programmieren der Fräse kommt es nicht darauf an, ob Holz oder Metall bearbeitet werden soll“, erklärt Sebastian Bächer.

Neben dem Möbelbau oder dem Ladenbau verschmelzen die Grenzen zwischen Handwerk, Kunst und Design. So zählen auch bekannte Künstler wie etwa Tony Cragg zu den Auftraggebern des Kölner Betriebes. Werkstücke werden komplett im Computerprogramm entworfen und von den eingesetzten Maschinen automatisch aus den Rohmaterialien herausgearbeitet. Die Feinarbeit und der letzte Schliff sind dabei immer klassisches Handwerk.

 

Technische Möglichkeiten nutzen

Natürlich bedeutet das nicht, dass jede kleine Tischlerei einen Industrieroboter braucht, der aus Baumstämmen automatisiert experimentelle Holzhocker sägt, wie es in Köln-Zollstock der Fall ist. Sebastian Bächer rät aber dringend dazu, die technischen Möglichkeiten, die sich heute bieten, auch zu nutzen. Die Begeisterung für die neue Technik gibt man bei Bächer Bergmann deshalb auch an die nächste Generation weiter – als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb.

„Durch die zunehmende Digitalisierung bieten sich zudem neue Möglichkeiten der Vernetzung von Handwerksunternehmen untereinander. Von einem digitalen Handwerkerhof, der Maschinen für verschiedene Gewerke zusammenbringt und bei dem zum Beispiel auch Architekten und Designer mit an Bord sind, würden alle profitieren“, ist Sebastian Bächer überzeugt. „Wenn das Ganze dann noch hochschulnah ist, wenn motivierte Studierende und Arbeitspraxis zusammenrücken“, so Bächer, „bekommt die Digitalisierung des Handwerk echten Rückenwind.“ – „Das kreative Engagement, mit dem das Unternehmen Bächer Bergmann die Chancen der Digitalisierung aufgreift, ist faszinierend. Ein tolles Beispiel für die innovative Kraft, die in unseren Handwerksbetrieben in Köln steckt“, meint Ute Berg.

Weitere Einblicke in die Arbeit der Tischlerei gibt Sebastian Bächer am 11. Mai auf dem Tag der Weltmarktführer in der Flora Köln. Unter der Überschrift „Arbeiten 4.0 – Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?“ referiert er zum Thema „Kollege Roboter – Handwerk meets Digitalisierung“.

Autor: lew
Copyright © 2016 – 2017 | koelnmagazin.net