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Porsche investiert siebenstellig in evopark

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Foto: evopark

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In der vor kurzem (11. Oktober 2016) ausgestrahlten Sendung „Die Höhle der Löwen“ verzichteten sie auf einen Millionen-Deal – die Gründer des Kölner Start-ups evopark. Nach Aufzeichnung der Sendung im Februar stieg im Juni die neu gegründete Porsche Digital GmbH beim Parkservice-Anbieter mit einem siebenstelligen Betrag ein.

Die Kölner Jungunternehmer sorgten für einiges Raunen beim Publikum und in den Medien, als sie in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ einen 1,5-Millionen-Deal ablehnten. Eine so hohe Summe war in der populären Gründershow noch nie geboten worden. Maximilian Messing, Marik Hermann, Tobias Weiper und Sven Lackinger wussten mit ihrer Präsentation und ihrer Geschäftsidee vor „den Löwen“ – vier potenziellen Investoren – offenbar zu überzeugen. Tatsächlich bissen zwei der Löwen bei evopark an und boten die geforderte Summe von 1,5 Millionen Euro. Dafür wollten sie 25,1 Prozent der Firmenanteile und damit Mitspracherecht bei allen Entscheidungen des Start-up-Unternehmens. Das war den vier evopark-Gründern jedoch zu viel – sie wollten lediglich 15 Prozent abgeben. So platzte der Deal.

Doch der nächste kam schneller als erwartet: Im Februar war die Sendung aufgezeichnet worden; im Juni stieg die Porsche Digital GmbH mit einem siebenstelligen Betrag bei evopark ein. Damit hält Porsche eine Minderheitsbeteiligung, verzichtet also auf ein direktes Mitspracherecht. Das Investment war das erste für die erst im Mai 2016 gegründete Porsche Digital GmbH. „Mehr Komfort, schneller, besser – es sind genau solche Ideen der digitalen Transformation, die uns faszinieren und die zu Porsche passen“, sagt Porsche-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume. Selbst gestecktes Ziel der Porsche Digital GmbH ist es, führender Anbieter digitaler Mobilitätslösungen im Premiumsegment der Automobilindustrie zu werden.

Zu einem wichtigen Standbein hierfür könnte sich evopark entwickeln. Aktuell ist der Parkservice der Kölner in fast 20 Städten und rund 50 Parkobjekten verfügbar. Bereits 10.000 Kunden nutzen den Service im Monat, so evopark. Auch zwei Kölner Parkhäuser bieten den Service an, das Parkhaus Brückenstraße und das DuMont Carré-Parkhaus. Weitere sollen folgen.

„Porsche gibt uns ordentlich Schub, einen flächendeckenden digitalen Parkservice zu etablieren“, sagt evopark-Geschäftsführer Tobias Weiper. „Die Suche nach einem Parkplatz verursacht fast 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs. Gleichzeitig aber bleiben viele Plätze in Parkhäusern frei“.

 

Über evopark

evopark will Parkplatzprobleme in vollen Innenstädten lösen. Auf einer interaktiven Karte zeigt eine App freie Parkplätze im nächsten Parkhaus an. Außerdem bleibt Kunden das ziehen eines Parktickets erspart: Zum evopark-Konzept gehört eine Plastikkarte, auf der sich ein RFID-Chip befindet. Damit öffnet sich die Schranke automatisch, wenn der Nutzer darauf zufährt. Die Ein- und Ausfahrtszeiten im Parkhaus werden digital erfasst. Einzelhändler können den Kunden beim Einkauf Rabatte auf die Parkgebühren gewähren, die über das evopark-System verrechnet werden. Was nicht durch die Geschäfte gedeckt wird, zahlen Kunden erst am Monatsende über Kreditkarte, Bankeinzug oder PayPal.

 

evopark in der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" ( v.l.) Tobias Weiper (27), Sven Lackinger (25), Marik Hermann (25), Maximilian Messing (26).

evopark in der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“

Autor: lew
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