Bilanz für 2019

Tourismusmarkt in Köln auf Rekordniveau

Tourismusmarkt in Köln auf Rekordniveau
Sie sehen den Kölner Tourismusmarkt auf einem guten Weg (v.l.): Dr. Jürgen Amann (Geschäftsführer KölnTourismus GmbH), Elisabeth Thelen (Aufsichtsratsvorsitzende KölnTourismus GmbH), Josef Sommer (Geschäftsführer KölnTourismus GmbH). Foto: Dieter Jacobi


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Wann: Dienstag, 31. März 2020, 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr | Wo: STARTPLATZ, Im Mediapark 5, 50670 Köln | Veranstalter: NUK ...

Das Reiseziel Köln hat einen Übernachtungsrekord erreicht. Im Tourismusjahr 2019 kamen laut IT.NRW 3,83 Millionen Gäste in die Stadt, was einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Insgesamt wurden in den meldepflichtigen Beherbergungsbetrieben Kölns 6,58 Millionen Übernachtungen gezählt. Dies entspricht einer Steigerung um 4,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Vor allem der Zuwachs aus dem Ausland stieg mit 5,7 Prozent mehr Gästeankünften und 7,5 Prozent zusätzlichen Übernachtungen deutlich. Elisabeth Thelen, Aufsichtsratsvorsitzende der KölnTourismus GmbH, sagt: „Anhand dieser großen Zahl an Übernachtungen wird deutlich, wie viel Umsatz jedes Jahr durch Reisende allein in der Hotellerie generiert wird, wenn man den durchschnittlich erzielten Zimmerpreis von 118 Euro anlegt – der zweithöchste in Deutschland. Hinzu kommen Ausgaben in der Gastronomie, in Kultureinrichtungen und im Handel. Der Rückfluss in die Stadtkasse aus dieser bedeutenden Querschnittsbranche liegt bei zirka 150 Millionen Euro. Damit ist der Tourismus eine tragende Säule der Kölner Wirtschaft.“

Die wichtigsten Quellmärkte für Köln

Auch im abgelaufenen Jahr verfügte Köln wieder über eine Mischung aus Geschäfts- und Freizeitreisenden, aber auch aus internationalen Besuchern und Inlandsgästen. Bei den wichtigsten vier Quellmärkten für Köln gab es keine Veränderung im Ranking, wohl aber in der Übernachtungsentwicklung: Die meisten Hotelübernachtungen tätigten erneut die deutschen Gäste (4,26 Millionen, plus 3,1 Prozent), gefolgt vom wichtigsten ausländischen Markt Großbritannien (222.994 Übernachtungen), der unter dem Einfluss des Brexit einen Rückgang von 8,1 Prozent aufweist. Dieses Minus konnte jedoch durch Übernachtungszuwächse aus weiteren Volumenmärkten, wie den USA (219.094, plus 8,9 Prozent) und den Niederlanden (194.834, plus 8,8 Prozent) kompensiert werden. „Köln ist touristisch breit und solide aufgestellt“, so Josef Sommer, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, über das Ergebnis. Sommer, der sich Ende März in den Ruhestand verabschiedet, blickt auf 19 Jahre Destinationsmarketing für das Reiseziel Köln zurück. Besonders freut ihn, dass sich die Übernachtungen seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt haben und der hohe Internationalisierungsgrad im gleichen Zeitraum von 34,3 auf 35,2 Prozent gestiegen ist.

Ein Beispiel in der Langzeitbetrachtung der KölnerTourismusentwicklung ist der Quellmarkt Brasilien. „Der Confed Cup 2005 und vor allem die FIFA WM 2006 waren für Köln herausragende Reiseanlässe, die zu einer sehr wirkungsvollen Zusammenarbeit zahlreicher städtischer Akteure geführt haben. Das koordinierte strategische Vorgehen bei der Bearbeitung dieses Zukunftsmarktes hat dazu beigetragen, dass die positive Entwicklung mit einem Übernachtungszuwachs von 250 Prozent nachhaltig gefestigt werden konnte“, sagt Sommer.

Wachstum im Tagungs- und Kongressmarkt

Der Kölner Tagungs- und Kongressmarkt wächst konstant. 2019 fanden in Köln 53.397 Veranstaltungen (Tagungen, Kongresse und Events) statt. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent. Bei den Teilnehmern erhöhte sich der Zuwachs um 2,2 Prozent auf insgesamt 4,44 Millionen Menschen. Ebenfalls stieg das Angebot der Veranstaltungsstätten leicht um drei auf 194 Locations. Diese Zahlen basieren auf dem Ergebnis des aktuellen TagungsBarometers – einer regelmäßigen Befragung des Cologne Convention Bureau (CCB) in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für TagungsWirtschaft (EITW), die sich an Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations richtet. „Der Tagungsmarkt in Köln ist – nicht zuletzt aufgrund des Cologne Convention Bureau – ein sehr potentialträchtiger touristischer Teilbereich. Ich freue mich über die erfolgreiche Entwicklung. Künftig wird der MICE-Bereich in der Arbeit der KölnTourismus Gesellschaft noch stärker in den Fokus rücken“, sagt Dr. Jürgen Amann, seit Anfang Februar neuer Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH.

Angebot und Nachfrage in Köln steigend, Internationalität legt zu

Der Zuwachs bei Veranstaltungen und Teilnehmerzahlen zeige, dass Köln als Tagungsstandort weiterhin nachhaltig gefragt sei. Bei der Herkunft der Veranstalter verzeichnet die Erhebung eine Zunahme aus den Regionen Süd (plus zwei Prozentpunkte) und West (plus vier Prozentpunkte) sowie einen Zuwachs aus dem Ausland (plus zwei Prozentpunkte). Eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den wichtigsten Quellmärkten im Tagungs- und Kongressbereich für Köln: Platz eins und zwei sind mit Großbritannien und USA gleichbleibend. Die Niederlande steigen auf den dritten Platz auf und verdrängen Österreich auf Platz vier. Im Hinblick auf die Branchen der Veranstalter zeigt sich Konstanz zum Vorjahr: Banken und Versicherungen liegen erneut vorn, gefolgt von Medizin- und Pharma-Unternehmen. Dahinter rangieren die Kommunikationsunternehmen.

Weiterentwicklung des Reiseziels Köln

Dr. Jürgen Amann verweist auf die Stärken Kölns und auf zukünftige Aufgaben: „Das Reiseziel Köln ist überaus beliebt, wie die aktuellen Zahlen belegen. Neben den quantitativen Messparametern wollen wir zukünftig verstärkt qualitative Faktoren einbeziehen. Der Kölner Wissenschafts- und Kongressstandort sowie die Kulturlandschaft sind ein großes Pfund. Hinzu kommt das Lebensgefühl, das in dieser Form keine andere Stadt vorweisen kann. Dies weiter nachhaltig zu inszenieren und Reisenden bereits vor der Reiseentscheidung digital Inspiration zu liefern, ist eines unserer Ziele für die kommenden Jahre. Mit der Entwicklung vom Destinationsmarketing zu einem nachhaltig betriebenen Destinationsmanagement wollen wir langfristig einen wertvollen Beitrag für die Stadt insgesamt leisten.“

Autor: Florian Meurer
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