Kölner Automatisierungslösungen

Merkel trifft auf Serviceroboterarm

Merkel trifft auf Serviceroboterarm
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Mitte), der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven (rechts) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (links) besuchten am ersten Tag der Hannover Messe den Stand des motion plastics Spezialisten igus. Geschäftsführer Frank Blase (zweiter von links) zeigte wie Serviceroboter künftig den Alltag erleichtern können. Foto: igus GmbH
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Prominenter Besuch bei der Hannover Messe: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven besuchten am ersten Tag der Hannover Messe den Stand des Kölner Motion Plastics-Spezialisten igus. Im Zentrum des Interesses stand Robotik „Made in Germany“.

Auf der Hannover Messe, der weltgrößten Industrieschau für Automatisierung und Industrie 4.0, warf die Kanzlerin einen Blick in die Zukunft. Denn der gezeigte Service-Roboterarm könnte demnächst auf Zuruf das Geschirr trocknen und den Tisch decken. „Wir möchten der Bundeskanzlerin auch nach Ihrer Amtszeit den Service erhalten, den sie im Kanzleramt hatte. Dadurch bekommt sie mehr Zeit für andere Dinge, zum Beispiel um politische oder wissenschaftliche Bücher zu schreiben“, meint Geschäftsführer Frank Blase mit einem Augenzwinkern. „In ein bis zwei Jahren wird ein solcher Roboter serienreif und erschwinglich sein.“ Das Kölner Unternehmen igus GmbH nutzt die Hannover Messe, um mit Kunden aus der Welt der Haushaltsgeräte ins Gespräch zu kommen. Die Servicerobotik gilt als Zukunftsthema der Branche.

Motion Plastics bewegen Anwendungen weltweit

Um die Roboter für jeden Haushalt bezahlbar zu machen, setzt igus bei den Getrieben, Gelenken und Verbindungen auf 50 Jahren betriebene Pionierarbeit. Dazu werden schmier- und wartungsfreie Hochleistungskunststoffe genutzt. Das familiengeführte Unternehmen verspricht Produkte, die günstig sind und gleichzeitig sehr lange halten. In Köln Porz-Lind ansässig, gilt igus bei einer Zahl von 4.150 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 748 Millionen Euro als einer der weltweit führender Hersteller von Energiekettensystemen und Polymer-Gleitlagern. Zurzeit wagt sich igus in neue Bereiche der Industrie vor. Zuletzt waren das der 3D-Druck für Verschleißteile mit online kalkulierbarer Lebensdauer und schmierfreie Kugellager aus Hochleistungspolymeren. Laut einer Studie der RWTH Aachen können weltweit durch den Wegfall von Schmierstoffen über 35 Millionen Tonnen Schmieröl jährlich eingespart werden. Gleichzeitig wird für die Herstellung von Polymeren rund 50 Prozent weniger Energie als für Stahl benötigt und 70 Prozent weniger als für Aluminium.

Hochleistungskunststoffe werden zu High-Tech-Komponenten

Motion Plastics entwickeln sich dabei immer mehr zu High-Tech-Komponenten. „Smart Plastics“ nennt igus Produkte, die sich selbst im Betrieb überwachen und den Kunden informieren, wie lange sie noch halten werden. Bereits vor dem Einsatz kann der Kunde per Online-Simulation die Lösung mit dem besten Preis-Lebensdauer-Verhältnis aussuchen. Investitionen in die Digitalisierung sollen jetzt auch beim Eintritt in die Roboterbranche helfen. Gemeinsam mit 16 weiteren Partnern aus der Industrie präsentiert igus auf der Hannover Messe die Plattform rbtx.com, die Anbieter und Anwender von Low-Cost-Robotik zusammenbringt. Anwender können sich online eine Automatisierungslösung zusammenstellen, die ihren Anforderungen und ihrem Budget entspricht. Anbieter von Robotik-Komponenten erhalten die Möglichkeit, auf dem Marktplatz ihre Produkte an ein größeres Publikum zu vermarkten. igus setzt auf die Dynamik der Roboter-Community bei der gemeinsamen Entwicklung von neuen Low-Cost-Konzepten. „Der Küchenroboter muss ja schließlich spätestens in zwei Jahren Dr. Merkels Haushalt schmeißen können“, so Frank Blase.

Autor: Florian Meurer
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