Am 23. Juni dieses Jahres verwandelten die Organisatoren des Events STRASSENLAND die Nord-Süd-Fahrt in Köln in eine verkehrsfreie Zone, in der sich alles um Mobilitätskonzepte, urbane Kreativität und nachhaltiges Zusammenleben drehte.
Teil der Veranstaltung war auch ein Start-up-Village, in dem 15 Jungunternehmen ihre Ideen und Produkte präsentierten. Aus dem Bereich Food waren vier Unternehmen vor Ort: Das auf Nachhaltigkeit setzende Unternehmen DJAHÉ produziert vegane und zu hundert Prozent natürliche Erfrischungsgetränke. True Popcorn kreieren Snacks aus Ur-Mais und Schmaus bietet Hobbyköchen eine Plattform, die ihr Essen gegen eine Kostenbeteiligung an den Zutaten mit Leuten aus der Nachbarschaft teilen wollen. Power ProVida setzt auf Steetfood für Vegetarier und Veganer.
Weitere sieben Start-ups stammten aus dem Bereich Mobilität. RE:Charge entwickeln autonome und mobile Ladelösungen im Bereich der Elektromobilität, STEEREON stellt E-Scooter mit Allradlenkung her und TIER Mobility bietet die elektrisch angetriebenen Roller zum Verleih an. Die App von Radbonus belohnt mithilfe von Sponsoren Fahrradfahrer für jeden gefahrenen Kilometer und über Tour’izy können Urlauber einen elektrisch angetriebenen Renault Twizy für eine individuelle Sightseeing-Tour oder für Ausflüge buchen. Das Jungunternehmen S O NAH hilft mit seiner App bei der täglichen Parkplatzsuche und cycleWASH stellte seine mobile Fahrradwaschanlage vor. Die letzten vier genannten Aussteller boten einen bunten Mix aus Entertainment-Apps, Netzwerkportalen und Business-to-Business-Lösungen. KölnDuell ist ein Quiz über die Domstadt für mobile Endgeräte, während Nutzer über die Anwendung SportJoe Gleichgesinnte für den morgendlichen Lauf durch den Park oder das Training im Fitnessstudio finden können. aproneX richtet sich an Imker und vertreibt GPS-Tracker für Bienen sowie verschiedene Sensoren. Über die Software von myDaylivery lassen sich wiederum europaweit zeitkritische Lieferungen per Mausklick in Auftrag geben.
STRASSENLAND – ein voller Erfolg
Die jungen Unternehmen selbst zeigen sich durchweg zufrieden mit dem Start-up-Village: „STRASSENLAND war eine rundum gelungene Veranstaltung, die unsere Erwartungen sogar deutlich übertroffen hat – nicht nur, was die Besucherzahl betrifft. Die Organisation und Betreuung im Vorfeld und im Nachhinein war prima. Wir würden jederzeit wieder teilnehmen“, so Diana Jansen von der SportJoe UG. Sascha Hojzakowa, Mitgründer von True Popcorn, bleibt der Tag ebenfalls in guter Erinnerung: „Wir waren überwältigt von dem Interesse der Kölner an unseren nachhaltigen Ur-Mais-Sorten der Amish aus Nebraska. Wir konnten die Nachfrage nicht annähernd decken. Da war es auch kein Hindernis, dass unsere Popcornmaschine durchgebrannt ist.“ Und auch in Sachen Networking ziehen viele Start-ups ein positives Fazit: „Wir hätten nicht mit so vielen Besuchern gerechnet. Wir konnten nicht nur den Kontakt zu interessierten Kunden intensivieren, sondern auch unser Netzwerk um weitere potenzielle Kooperationspartner erweitern. Zudem war das Start-up Village sehr gut organisiert“, erläutert Felix Vreden, Co-Founder von STEEREON. Ähnlich sieht es Daniel Kremerov von aproneX: „Das Start-up Village war für uns eine gute Möglichkeit, unsere Technologie und Vision für die Zukunft zu erklären. Wir haben sehr viele spannende Gespräche geführt.“
Stadt Köln gründet Start-up Unit
Organisiert und finanziert wurden die Stände von der Start-up Unit Cologne, die Bestandteil der neu gegründeten KölnBusiness-Wirtschaftsförderungs-GmbH ist. Unterstützung erhielt sie dabei vom Digital Hub Cologne. Über die Start-up Unit Cologne Die Start-up Unit Cologne ist Bestandteil der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH und dient als zentrale Anlaufstelle für nationale und internationale Gründerinnen und Gründer. Ziel ist es, das Start-up-Ökosystem in Köln zu stärken und die Region zu einem der zentralen Start-up- und Technologie-Hotspots in Europa zu machen. Hierfür sollen bestehende sowie neue Akteure und Initiativen aus dem Raum Köln zusammengeführt und bei ihren Vorhaben unterstützt werden.
Beitragsbild: Harald Oppelcz