Nach zehnmonatigem Testprogramm

Köln nimmt erste E-Bus-Linie in Betrieb

Köln nimmt erste E-Bus-Linie in Betrieb
Die E-Busse werden jeweils an den beiden Endhaltestellen der Linie 133 nachgeladen. Bild: KVB
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Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben die Bus-Linie 133 auf den Betrieb mit E-Bussen umgestellt. Auf der rund sieben Kilometer langen Linie, die den Breslauer Platz am Hauptbahnhof mit dem Südfriedhof in Zollstock verbindet, fahren seit dem 3. Dezember 2016 im täglichen Liniendienst bis zu acht batteriebetriebene Gelenkbusse.

Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: „Mit dem heutigen Tag betritt die KVB technologisch Neuland. Zwar sind wir schon seit 1901 mit unseren Stadtbahnen elektromobil unterwegs, aber mit batteriebetriebenen Bussen gehen wir einen völlig neuen Weg.“ Durch den Einsatz der E-Busse wird der Ausstoß von jährlich etwa 520 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden, die bisher durch den Einsatz von Diesel-Bussen entstanden sind.

Die E-Busse bieten, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse der KVB, den Fahrgästen 43 Sitz- und 82 Stehplätze. Sie sind außerdem wesentlich leiser als Busse mit Verbrennungsmotor, was laut KVB bereits in der Testphase von den Fahrgästen positiv wahrgenommen wurde.

5,6 Millionen Euro kosteten die acht E-Busse. Diese Investition war nur möglich, weil das Land Nordrhein-Westfalen das Projekt mit einer Förderung von 1,92 Millionen Euro unterstützt hat. Michael Groschek, Verkehrsminister des Landes NRW: „Das in dieses Projekt investierte Geld ist gut angelegt. Durch die Innovationsfreude der KVB werden die Bürgerinnen und Bürger von der Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe überzeugt und andere Verkehrsunternehmen motiviert, ebenfalls in diese Technologie zu investieren.“

 

Intensive Testphase erfolgreich abgeschlossen

Vor der Umstellung der Linie 133 wurden die E-Busse und ihr Einsatz auf dem konkreten Linienweg ausgiebig getestet. Im rund zehn Monate andauernden Testprogramm stand zunächst die fehlerfreie Herstellung und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge auf dem Prüfstand. Im Anschluss wurden die E-Busse auf dem Linienweg eingesetzt, wobei in den vergangenen Monaten bereits Fahrgäste mitfahren konnten.

Theoretisch können die E-Busse 90 Kilometer weit fahren. Praktisch werden sie jedoch maximal nur 45 Kilometer ohne Nachladung eingesetzt, um das Ladevolumen der Batterien nicht unter 30 Prozent abzusenken. Im Normalfall werden die E-Busse jeweils an den beiden Endhaltestellen der Linie 133 nachgeladen, also stets nach rund sieben Kilometern. Auf dem Betriebshof Nord der KVB laden nachts die Busse vollständig nach.

Autor: km
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